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Libidoverlust bei Mann und Frau – Symptome und Hilfe

Posted by Alyssa Wheeler on
Libidoverlust bei Mann und Frau – Symptome und Hilfe

Intimate young couple petting on bed in romantic sensual way

Film, Fernsehen und Werbung sind prägend für verschiedene Verhaltensweisen. Gefordert wird Attraktivit, Dynamik, Erfolg und der Anspruch, allzeit bereit zu sein. Nicht nur Männer werden durch dieses visuell vermittelte Idealbild unter Druck gesetzt. Auch Frauen versuchen oft, einem Idealbild zu entsprechen, das durch Bild und Ton vorgegeben wird. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Faktoren wie Stress, Beziehungsprobleme, Alkohol und Erkrankungen können der Forderung, allzeit bereit zu sein, entgegenstehen.

Ein erfülltes Sexualleben fordert verschiedene Faktoren, die sowohl medizinisch erklärbare Komponenten als auch seelisch-geistige Faktoren umfassen. Eine zentrale Rolle spielt die vorhandene sexuelle Lust, die auch als „Libido“ bezeichnet wird. Dieser Begriff wird vom lateinischen Wort „Begehren“ und „Begierde“ abgeleitet.

Libido bedeutet Lust auf Sexn. Der Begriff bezeichnet das psychische Verlangen jedes Menschen nach Lust. Libido ist mit Wünschen nach sexuellen Interessen und beider Geschlechter, nach Selbstbefriedigung und erotischen Geschichten verbunden.

Sexuelle Lust entsteht im Gehirn und erzeugt ein Gefühl von Erregung. Lust ist somit eine körperliche Auswirkung sexuellen Verlangens. Sie entsteht durch Berührungen der Haut, wodurch die entstehenden Impulse an die Rinde des Grußhirns weitergeleitet werden. Gleichzeitig werden das Gefühls- und Belohnungszentrum des Hirns aktiviert. Die Steuerung erfolgt durch die Hirnanhangdrüse. Das Sexualzentrum des vegetativen Nervensystems beeinflusst das Sexualverhalten.

Was ist Libidoverlust?

Häufig verwendete Schlagworte sind der Libidoverlust der Frau in Wechseljahren, ein Libidoverlust der Frau durch Medikamente, der Libidoverlust Pille aber auch der Libidoverlust bei Männern über 50.

Libidoverlust bedeutet von seiner Definition her, dass ein Mann oder eine Frau keine Lust mehr auf Sex hat. Der Libidoverlust kann erotische Phantasien, Selbstbefriedigung und auch den sexuellen Kontakt mit der Partnerin oder dem Partner mit einschließen. Alle Empfindungen in Richtung Sexualität sind beim Libidoverlust nicht mehr vorhanden.

Ursprünglich gab es anstatt Libidoverlust die Bezeichnung „Frigidität“, der sich vom lateinischen Wort „frigidus“ ableitet. Dies bedeutet in etwa soviel wie „kalt“ oder „kühl“. Die Frigidität hat also heute eine eher abwertende Bedeutung.

Der Frage, was ist ein Libidoverlust, wird seit den 70er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts nachgegangen. Seitdem ist der Libidoverlust eine eigenständige Diagnose, der verschiedene sexuelle Störungen umfasst. Eine erotische Unlust kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden, die sowohl psychisch aber auch körperlich bedingt sind. Hierzu zählen Stress, Erschöpfungszustände, Probleme in der Beziehung, Hormone, bestehende Erkrankungen oder bestimmte Medikamente.

Medizinisch liegt laut ICD-10 und DSM-5 ein Libidoverlust bei Frauen als auch bei Männern als sexuelle Funktionsstörung vor, wenn diese wenigstens sechs Monate dauert. Es wird zwischen einer vorübergehenden sexuellen Störung und einem dauerhaften Libidoverlust unterschieden. Eine sexuelle Störung kann lebenslang (primär) bestehen, aber auch im Laufe des Lebens (sekundär) erworben werden. Der Libidoverlust bei Mann und Frau kann auch in bestimmten Situationen auftreten und sich sogar auf einen bestimmten Partner beziehen. In langen Beziehungen ist das Abnehmen eines sexuellen Verlangens eine häufige sexuelle Funktionsstörung und existiert meistens im Zusammenhang mit Erregungsproblemen. Ein Libidoverlust bei Männern ist häufig ein Tabuthema und steht im Zusammenhang mit Erregungsproblemen.

Ein, wenn auch nur vorübergehender Libidoverlust, ist im Übrigen nicht selten. Umfragen ergaben, dass 30 Prozent der Frauen zwischen 18 und 59 Jahren angaben, ihr sexuelles Verlangen sei gestört. Ein Libidoverlust bei Männern ist seltener als ein Libidoverlust bei Frauen. Nur etwa 17 – 19 Prozent der Männer gaben eine sexuelle Unlust zu. Allerdings lässt sich nur schwer beziffern, wie viel sexuelle Lust normal ist. Einen einheitlichen Maßstab für den „normale“ Libido existiert nicht. Er schwankt zudem auch über die Jahre. Schwierig wird der Libidoverlust jedoch, wenn der Betroffene selbst oder seine Beziehung darunter leidet.

Gründe für einen Libidoverlust bei Mann und Frau

Libidoverlust - Mann und Frau können darunter stark leiden

Nicht nur die Frage, „was ist Libidoverlust“, sondern auch die Erforschung der Ursachen wird häufig vorschnell mit Problemen in einer Beziehung verbunden. Jedoch ist es meistens umgekehrt: Erst, nachdem ein Verlust des Libido eingetreten ist, kommt es zu Beziehungsproblemen. Wichtig ist daher, das Problem „Libido“ genauer zu betrachten.

Libidoverlust wird häufig Frauen angelastet. In vielen Fällen entsteht eine Verbindung zwischen Libidoverlust einer Frau in den Wechseljahren oder dem Libidoverlust einer Frau durch Medikamente. Wieder andere beschweren sich über einen Libidoverlust der Frau durch die Pille. Oft wird angenommen, dass der Libidoverlust bei einer Frau in den Wechseljahren auf das Alter zurückzuführen ist. Wieder andere beschweren sich über einen Libidoverlust der Frau durch die Pille.

Ein Libidoverlust bei Männern und insbesondere ein Libidoverlust beim Mann über 50, sei darauf zurückzuführen, dass er nicht mehr „kann“.

Ursachen sind neben einem natürlichen Alterungsprozess auch berufliche oder familiäre Belastungen durch Stress oder Depressionen. Weitere Auslöser können Krankheiten, wie Niereninsuffizienz, neurologische Störungen, die Einnahme von Medikamenten, wie die Pille, Betablocker, Antidepressiva, ACE-Hemmer oder Haarwuchsmittel, sein. Mögliche weitere Ursachen sind Krankheitsbilder wie Herzinsuffizienz, Fettleibigkeit, Diabetes, Fehlfunktionen der Hirnhangdrüse oder der Schilddrüse sowie Eisenmangel.

Eisenmangel

Auch wenn keine Blutarmut (Anämie) vorhanden ist, können niedrige Werte zu einem Libidoverlust bei einer Frau führen. Besonders Frauen, die menstruieren, haben oft Eisenmangel.

Chronische Müdigkeit

Viele Menschen mit Eisenmangel leiden häufig auch unter chronischer Müdigkeit. Das für den menschlichen Körper essenzielle Eisen dient der Bildung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) und ist somit wichtig für den Sauerstofftransport des Blutes. Daneben ist Eisen für Stoffwechselprozesse, die zur Energiegewinnung des menschlichen Körpers benötigt werden, von Bedeutung.

Libidoverlust durch Pille / Verursacht die Pille einen Libidoverlust? / Wechsel zu einer Pille die keinen Libidoverlust verursacht.

Bei manchen Frauen besteht ein Zusammenhang zwischen Libidoverlust und Pille, da die meisten oralen Kontrazeptiva massiv in den Hormonhaushalt eingreifen. Teilweise bleiben die dadurch auftretenden starken hormonellen Veränderungen auch noch nach Absetzen der Pille bestehen. Libidoverlust und Pille können daher bei manchen Frauen einhergehen.

Die meisten Laien, aber auch Mediziner, kennen den Zusammenhang von Libidoverlust und Pille bei Frauen nicht, da ihnen nicht bekannt ist, dass die meisten oralen Kontrazeptiva negativ in den Hormonhaushalt eingreifen. Teilweise bleiben diese Veränderungen auch noch nach dem Absetzen des Präparats bestehen.

Eine Studie des Wissenschaftsmagazins „New Scientist“ führte zu dem Ergebnis, dass die Pille bei entsprechend veranlagten Frauen, die hormonelle Basis für das sexuelle Verlangen dauerhaft zerstören kann. Blutanalysen bei Frauen, die während einer Untersuchung die Pille einnahmen, aber auch bei Frauen, die sie einmal eingenommen hatten, ergaben eine hohe Konzentration des Eiweiß-Körpers SHGB, welcher das männliche Sexualhormon Testosteron bindet und so seine Wirkung blockiert. Testosteron ist dafür verantwortlich, dass Frauen sexuelle Lust empfinden. Der Libidoverlust durch Pille ist somit zumindest bei dazu veranlagten Frauen nachgewiesen. Pille und Libidoverlust sollten allerdings nicht pauschal bei allen Frauen in Zusammenhang gebracht werden.

Am besten eignet sich eine Pille die keinen Libidoverlust verursacht. Wird ein Zusammenhang zwischen Pille und Libidoverlust erkannt, wäre ein Wechsel möglich zu einer Pille die keinen Libidoverlust verursacht.

Neben dem Libidoverlust durch Pille kann er auch zu den Nebenwirkungen einer Hormon-Spirale gehören. Ursache hierfür ist wieder der niedrige Testosteronwert. Wird eine Kupferspirale verwendet, wird der Libido nicht beeinflusst.

Psychische Gründe für den Verlust des sexuellen Verlangens

Bei den psychischen Gründen steht an erster Stelle die Depression. Allerdings gibt es schon Vorstufen für Depressionen, sie Stress, Belastungen im Beruf oder sozialen Umfeld. Bereits hier sollte angesetzt werden, ärztlichen Rat einzuholen.

Körperliche Ursachen für sexuelle Unlust

Bei den körperlichen Gründen für den Verlust sexuellen Verlangens sind an erster Stelle Gefäß- und Herzkrankheiten sowie neurologische Störungen wie zum Beispiel ein Schlaganfall, zu nennen. Auch Störungen der Schilddrüsenfunktion oder Diabetes können sich negativ auf die Libido auswirken.

Libidoverlust bei Männern

Häufig ist ein Libidoverlust beim Mann auch ein Ausdruck von Erektionsproblemen. Männer, die unter der Angst leiden, zu versagen, überdecken oft ihre wahren, körperlichen Probleme, indem sie ihre sexuellen Aktivitäten reduzieren. Der Libidoverlust beim Mann dient somit als vermeintlicher Vorwand. Auch in solchen Fällen ist es wichtig, eine entstehende Abwärtsspirale zu stoppen, bevor dadurch eine Partnerschaft ernsthaft belastet wird. Vor allem im Alter kann ein Libidoverlust beim Mann auf eine Funktionsstörung des Hodens zurückgeführt werden, bei der das „Männlichkeitshormon“ Testosteron weniger produziert wird. Tritt der Libidoverlust beim Mann schon in jüngeren Jahren auf, spricht man vom „LSD-Syndrom“, was für „low sexual desire“ steht.

Libidoverlust bei der Frau durch Elternzeit

Eltern befinden sich nach einer Geburt häufig in einer schwierigen Phase, da sie ihre ganze Aufmerksamkeit dem Baby widmen und deshalb weniger Lustempfinden nach Sex entwickeln. Es handelt sich häufig nur um eine vorübergehende Phase. Hält diese jedoch länger an, sollte sich ein Paar mit dieser Problematik auseinandersetzen, um anschließend wieder eine gemeinsame Basis zu finden.

Libidoverlust bei Männern und Libidoverlust bei Frauen – Unterschiede

Studien und Untersuchungen haben gezeigt, dass das Verlangen nach Sex bei Männern stärker ausgeprägt ist als bei Frauen. Die Stärke der Libido hängt beim Mann vom Sexualhormon Testosteron ab. Steigt der Spiegel unter die Grenze von 15 nmol/l, können nicht nur ein Libidoverlust, sondern auch Depressionen, Schlafstörungen und Erektionsstörungen auftreten.

Ein Libidoverlust beim Mann über 50 ist häufig auf eine Erektionsstörung zurückzuführen. Ursache dafür ist nicht nur ein niedriger Testosteronspiegel, sondern auch Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Libidoverlust beim Mann über 50, neben einer Erektionsstörung diese Krankheitsbilder aufweisen.

Wie steht es um einen Libidoverlust bei Frauen? Allgemein steigt die Libido bei Frauen bis zu einem Altern von 30 Jahren stets an. Sie nimmt bis zu einem Alter von etwa 60 Jahren wieder ab und ist wie bei Männern auch von den Hormonen abhängig. Nach einer Geburt, während der Stillzeit oder in der Menopause kann das Interesse an Sex gering ausfallen. Während des Einsprungs oder teilweise auch während einer Schwangerschaft verspüren viele Frauen jedoch eine erhöhte Libido.

Wechseljahre Libidoverlust bei Frauen

Viele Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, klagen über eine nachlassende Libido. Hauptgrund hierfür sind hormonelle Umstellungen. Das weibliche Geschlechtshormon sorgt dafür, dass Scheidenwände feucht sind. Nimmt der Östrogenspiegel ab, können diese trocken und gereizt werden, weshalb Geschlechtsverkehr als schmerzhaft empfinden werden kann. Wechseljahre und Libidoverlust stehen somit in unmittelbarem Zusammenhang. Die Hormone Progesteron und Testostern beeinflussen unmittelbar das sexuelle Verlangen. Progesteron stimuliert die Produktion von Testosteron, was für das Empfinden sexuellen Verlangens verantwortlich ist. Während der Wechseljahre sinkt der Progesteronspiegel, weshalb Wechseljahre und Libidoverlust unmittelbar zusammenhängen und ein Libidoverlust durch Wechseljahre eintreten kann.

Wie kann die Libido gesteigert werden?

Der beste Weg zur Steigerung der Libido ist zunächst die Erforschung der Ursachen. Liegen psychische Gründe vor, sollte der Lebensstil verändert werden. Ein Libidoverlust der Frau durch Medikamente oder die Pille kann durch Austausch des Präparats eine Änderung bringen.

Ein Libidoverlust bei Männern, insbesondere ein Libidoverlust beim Mann über 50, kann eine Folge einer Erektionsstörung oder einer Neigung zu frühzeitigem Samenerguss sein. Soll die Libido angeregt werden, müssen die ursächlichen sexuellen Funktionsstörungen behandelt werden. Bei älteren Männern kann der Libidoverlust durch die geringe Produktions von Testosteron verursacht werden. Hier helfen Testosteronspritzen oder Pflaster.

Daneben kann ein übermäßiger Konsum von Alkohol die Libido beeinflussen. Hinzu kommen Faktoren wie beruflicher Stress, negative Erlebnisse oder Beziehungsprobleme.

Wird eine Ursache des Libidoverlusts durch Wechseljahre gesehen, kann Sport dazu führen, dass man sich wohler in der eigenen Haut fühlt. Libidoverlust durch Wechseljahre sollte zudem mit dem Partner kommuniziert werden. Eine gute Kommunikation verstärkt die emotionale Verbindung zum Partner. Gespräche und Vertrauen können einen möglichen Libidoverlust einer Frau in den Wechseljahren mindern.

Auch bei Frauen liegen die Ursachen für fehlendes sexuelles Verlangen häufig im psychisch-sozialen Bereich. Hier sollten die belastenden Faktoren erkannt werden. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kann durch Verwendung von Gleitgel entgegengewirkt werden. Stress und Überforderung können durch Entspannungsmethoden gelindert werden.

Entsteht der Libidoverlust durch Pille, sollte diese gewechselt werden. Ein Libidoverlust der Frau durch Medikamente sollte durch einen Wechsel der Medikation behoben werden.

Frauen, die in den Monaten nach einer Geburt keine Lust auf Sex verspüren, sollten ehrlich und offen mit ihrem Partner sprechen und die Gründe für ihre meist nur vorübergehende Unlust erläutern.

Nahrungsergänzungsmittel, die Tribulus terrestris (Erdsternchen, Erdstachelnuss) enthalten, können Testosteron aufbauen und hilfreich zur Steigerung des Libido sein.

Sexuelles Verlangen ist individuell und zeichnet sich durch große Unterschiede aus. Manche Menschen haben täglich Lust auf Sex, anderen reicht es einmal im Monat. Es ist normal, in manchen Phasen keine Lust zu haben. Individualität und ein mal starkes oder schwaches Verlangen gehören in eine funktionierende Beziehung.