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Projektende

Das Bodenfruchtbarkeitsprojekt endet zum 31. Dezember 2013. Eine Broschüre mit den praxisrelevaten Ergebnissen aus dem Projekt kann hier heruntergeladen bzw. bestellt werden.

Bodenfruchtbarkeit im ökologischen Landbau

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Das Projekt wird gefördert durch das Bundessministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Ein langfristig ertragsstarker Boden ist das wichtigste Kapital eines ökologisch wirtschaftenden Ackerbaubetriebes. Gelingt es, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern, so erhöht sich auch die Wirtschaftlichkeit des Betriebes. Abgesehen von den nicht-beeinflussbaren standörtlichen und klimatischen Faktoren, wird die Bodenfruchtbarkeit durch wirtschaftseigene Dünger und leistungsfähige Leguminosen in der Fruchtfolge beeinflusst. Dieses Projekt fokussiert auf viehlose und viehschwache Betriebe und erforscht so vor allem Möglichkeiten, mittels Körnerleguminosen-Anbau die standörtlichen Potenziale besser auszuschöpfen.

Das Projekt geht dazu folgender zentraler Frage anhand von Feldversuchen auf landwirtschaftlichen Betrieben nach: Welche Maßnahmen, zugeschnitten auf den jeweiligen Standort, sind wirksam, um Bodenfruchtbarkeit und Ertragsleistung im Ackerbau zu steigern?  Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau mit rund 2,2 Millionen Euro gefördert. Die Projektlaufzeit startete 2008 und wird 2013 enden. Der vollständige Titel des Projektes lautet: "Steigerung der Wertschöpfung ökologisch angebauter Marktfrüchte durch Optimierung des Managements der Bodenfruchtbarkeit".

Das Zusammenspiel der Disziplinen steht im Mittelpunkt

Um die große Bandbreite der Einflussfaktoren auf die Bodenfruchtbarkeit abdecken zu können, ziehen Forschende aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen von Pflanzenbau über Phytopathologie, Pflanzenernährung und Landtechnik bis hin zur Bodenchemie, -physik und -mikrobiologie unter Einbezug der Ökonomie an einem Strang.
Das Vorhaben wird bearbeitet von einem Konsortium aus Wissenschaftlern und Beratern des FiBL Deutschland, des FiBL Schweiz, der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, des Anbauverbandes Naturland, der Stiftung Ökologie und Landbau, der Universität Kassel sowie des Johann Heinrich von Thünen-Instituts. Die Gesamtkoordination des über rund viereinhalb Jahre angelegten Forschungsvorhabens liegt bei Dr. Klaus-Peter Wilbois vom FiBL Deutschland.

Abbildung integriertes Forschungskonzept
Die verschiedenen Disziplinen, die zum Forschungsthema Bodenfruchtbarkeit gehören, werden sowohl von Wissenschaftlern, Beratern als auch von Praktikern abgedeckt.

Praxisorientierter Forschungsansatz

Hauptziel des interdisziplinären Forschungsprojekts ist es, Maßnahmen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, zur besseren Nutzung von Ertragspotenzialen an verschiedenen Standorten und damit zur Steigerung der Wertschöpfung für ökologisch wirtschaftende Betriebe zu entwickeln. Das Projekt verfolgt einen praxisorientierten Forschungsansatz und fokussiert dabei auf viehschwache bzw. viehlos ökologisch wirtschaftende Marktfruchtbetriebe. Schwerpunktmäßig sollen Möglichkeiten zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Leguminosen in Reinbeständen und Mischkulturen erforscht werden. Dabei stehen bodenchemische und -physikalische sowie phytosanitäre Aspekte im Vordergrund der Arbeiten. Außerdem werden ertragslimitierende Faktoren und deren Steuerung am jeweiligen Standort in Praxisbetrieben ermittelt. Sämtliche während des Vorhabens entwickelte und erprobte Maßnahmen des Bodenfruchtbarkeitsmanagements sollen sowohl einer betriebswirtschaftlichen Analyse als auch einer Technikfolgenabschätzung unterzogen werden. Hierfür ist der Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis essentiell.