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Film: Kompostausbringung in der Reihe

Im vorherigen Thema des Monats wurden die suppressiven Wirkungen von Grüngutkompost auf bodenbürtige Krankheiten vorgestellt. In Versuchen konnte gezeigt werden, dass Körnererbsen deutlich weniger stark von Pilzkrankheiten befallen werden, wenn dem Substrat im Bereich der Saaterbse eine Kompostmenge von 10 bis 30 Volumenprozent beigemischt werden. Da Kompost in diesen großen Mengen (5t Trockenmasse pro Hektar) in der Praxis aufgrund von Gesetzen und Richtlinien nicht problemlos ausgebracht werden kann, werden im Bodenfruchtbarkeitsprojekt Möglichkeiten erforscht, um den Kompost konzentriert in der Reihe und damit am Keimling zu platzieren. Dazu wurde am Fachgebiet Agrartechnik an der Universität Kassel ein Maschinensystem entwickelt, mit dem der Kompost direkt in der Saatrille ausgebracht werden kann. Dafür wurde eine Drillmaschine mit einer Bunker- und Dosiereinheit ausgestattet. Um eine gleichmäßige und störungsfreie Kompostablage zu erzielen, erfolgte die Konstruktion anhand der vorher ermittelten Materialeigenschaften des Komposts. Dadurch werden Gutbrücken und ein Verklumpen in der Dosiereinheit vermieden. Als besonders geeignet zeigte sich ein Grüngutkompost der Absiebung 10mm mit einem Feuchtegehalt von unter 40%. Insbesondere der Schüttwinkel des Materials ist dabei eine wichtige Größe, um auch relativ feuchte Komposte problemlos nachrutschen zu lassen. Hierbei erwies sich ein Winkel von 60° als vorteilhaft. Der Antrieb der Dosiereinheit erfolgt hydraulisch und wird elektronisch gesteuert.

Der folgende Film zeigt, wie die Kompostapplikation zur Erbsenaussaat in der Praxis funktioniert.

Video Kompost